Camerata en Movimiento in Leipzig
20 Jun 2008
Am Dienstag, den 17.06.2008 bekamen wir Besuch aus Mexiko. Das Streichorchester “Camerata en Movimiento” aus Puebla machte während der Deutschlandtournee Stop in Leipzig. Zusammen mit Barbara Grimmer (Klangfarbenkontor) und Andreas Lüttich (Victor Jara Club) organisierten wir den Abend und waren nach dem Konzert mehr als begeistert. 
Das Orchester, aus überwiegend noch sehr jungen Musikern bestehend, spielte u.a. Werke von Paganini, Grieg, Piazolla, Mozart und natürlich mexikanischen Komponisten. Das lateinamerikanische Temperament der Musiker war durchweg zu spüren und machte das Konzert zu etwas ganz Besonderen.

Vom Bachfest in Leipzig angesteckt, entschlossen sich die Musiker am Mittwoch vor der Thomaskirche zu spielen und wir konnten uns ein weiteres Mal vom Können des Orchesters überzeugen.
Spontan entschlossen wir uns anschließend einen Grillabend für die Musiker zu organisieren und hatten einen wundervollen Abend zusammen. Ein improvisiertes “Privatkonzert” für uns (und die Nachbarn) war der Höhepunkt und noch immer läuft die CD im Büro von MEXICO MIO…
Bis bald…Eure Ireen
México Colorado - Eine Reise zu unseren persönlichen Highlights
12 Jun 2008
Gestern, den 11. Juni 2008 folgten wir einer Einladung der Reisekneipe Dresden interessierten Leuten über unsere Erlebnisse in Mexiko zu berichten. Unter dem Titel “México Colorado” berichteten wir über unsere letzte Mexikoreise im April 2008, die uns von Mexico City, Acapulco, Oaxaca, Chiapas bis auf die Halbinsel Yucatan führte. Wir waren glücklich, dass sich trotz EM ungefähr 30 Zuhörer einfanden um unseren Erzählungen zu lauschen. Es war schön, in den Erinnerungen unserer letzten Reise zu schwelgen und diese mit den Zuhörern zu teilen. Zum Schluss konnten wir viele Gäste noch persönlich kennen lernen, Fragen klären und Mexiko Erfahrungen austauschen. Wir danken allen für Ihr Kommen und waren bestimmt nicht das letzte Mal in der Reisekneipe Dresden.
Weitere Termine für interessante Reisevorträge finden Sie unter: http://www.reisekneipe.de
Hasta pronto! Marlen & Ireen
Die letzten Tage in Querétaro
6 Mai 2008
Im kolonialen Hochland, genauer in Querétaro wurden wir von Freunden am Flughafen in Empfang genommen. Die Wiedersehensfreude nach einem Jahr war groß und dann reisten wir gleich weiter nach San Miguel de Allende, wo wir uns mit Kunden verabredet hatten. San Miguel ist ein wunderschönes Kolonialstädtchen und nach dem Strandrummel freuten wir uns sehr darauf, wieder das typische Mexiko zu erleben. 
Unser Pärchen aus Köln war schon fast eine Woche mit privatem Guide im Hochland unterwegs gewesen und gegen 17 Uhr trafen wir uns vor der imposanten Kirche am Zócalo. Es war für uns ein tolles Erlebnis, unsere Kunden direkt in unserem Lieblingsland zu begrüßen und mit ihnen über die Reiseerlebnisse zu plaudern. Wir gingen in ein kleines Restaurant direkt am Zócalo und waren gespannt auf die Eindrücke der beiden. Diese waren durchweg positiv und wir konnten die Freude auf den Gesichtern ablesen. Nach einigen Erinnerungsfotos fuhren wir nach Querétaro zu unseren Freunden und beim Abendessen gab es eine Menge zu erzählen.

Den nächsten Tag ließen wir ruhig angehen und mit vielen Erinnerungen schlenderten wir durch das wunderschöne, verkehrsberuhigte Zentrum. Alles war so wie vor unserer Rückkehr nach Deutschland im letzten Jahr und wir genossen es, bekannte Gesichter wieder zu sehen. Abends besuchten wir unsere Lieblingsbar “Biznaga”. Hier gibt es leckere Säfte, Shakes, Salate und Pizzen in netter Atmosphäre. Wir wurden an diesem Abend wieder nicht alt, denn wir spürten die Anstrengung der letzten Wochen noch in uns.

Gut erholt brachen wir heute nach dem Frühstück zu unserem letzten Ausflug nach Tequisquiapán auf. Die letzten Pesos mussten an den “Mann” gebracht werden und hier gibt es viele Märkte und Läden für Kunsthandwerk (”Artesanía”) . Der beschauliche Ort liegt etwa eine Stunde von Querétaro entfernt, ist hübsch anzuschauen und ein beliebtes Sonntagsziel der “Queretanos”.
Gegen 18 Uhr und schon in trauriger Abschiedsstimmung kehrten wir nach Querétaro zurück. Wir besorgten noch die Zutaten für unsere geliebten Quesadillas und nach dem Kofferpacken gingen wir zu unserem letzten Abendessen in Querétaro. Danach hieß es, die Zeit sinnvoll zu nutzen, denn um 3.00 Uhr nachts fuhr unser Bus zum Flughafen in Mexiko-Stadt. Die Zeit flog dahin und dann war es wieder soweit. Unsere Freunde brachten uns zur “Central de Autobuses” und nach einem kurzen Abschied saßen wir im Bus. Glücklicherweise sind die Busse sehr bequem und wir kamen zu den ersten 2,5 Stunden Schlaf. Dann begannen endlos erscheinende Stunden auf dem Flughafen und pünktlich um 10 Uhr startete der Flug nach New York. Ziemlich fertig landeten wir hier fünf Stunden später und es ist schon eine Tortur, übermüdet und mit hunderten Leuten in der Schlange stehend die Durchreise-Prozedur zu ertragen. Linker Finger, rechter Finger, Foto machen und nuschelige Fragen beantworten, weiter zum Gepäck etc. Den Stress, den wir dann damit hatten, lasse ich hier aus. In letzter Sekunde bekamen wir noch unseren Anschluss nach Berlin. Mit 2 Stunden Verspätung, Augenringen und wunderschönen Erinnerungen an Mexiko kamen wir wieder nach Hause und freuen uns jetzt schon auf unsere nächste Reise nach “México lindo” !
Wir hoffen, ihr hattet Spaß beim Miterleben unserer Reise. Wenn ihr Fragen habt, helfen wir euch immer gern weiter. Schreibt uns einfach eine Email. Wir freuen uns auf eure Post.
Hasta pronto!
Marlen & Ireen
Noch mehr Karibik
6 Mai 2008
Am 26. April ging es weiter nach Playa del Carmen. Gut verbrannt, trotz Sonnencreme und Schattenplatz, ließen wir uns mit dem Taxi nach Tulúm Pueblo bringen um dort mit dem Sammeltaxi, dem “Colectivo” nach Playa del Carmen zu fahren. Das “Colectivo” ist die günstige Variante und kostet 25 Pesos pro Person. Auf dem Weg liegen die Zugänge zu den großen Resort Hotels und nach etwa einstündiger Fahrt erreichten wir unser Ziel. Die “Colectivos” halten im Zentrum und man nimmt sich ein Taxi zu seinem Hotel. Wir waren, eingeladen das “Gran Porto Real” in Playa del Carmen zu besuchen. Unsere erste Erfahrung in einem All-Inclusive-Resort.
Nach dem Check-in wurden wir in unser Zimmer geführt. Zwei kunstvoll gefaltete Schwäne saßen schon auf dem Bett. Nach einer kurzen Erfrischung aus der Mini-Bar besichtigten wir das Hotel. Es handelt sich glücklicherweise nicht um einen riesigen Klotz, trotz der 272 Zimmer. Für das leibliche Wohl stehen verschiedene Restaurants und Bars rund um die Uhr zur Verfügung. Der Strand war okay, jedoch spielte sich das Wasservergnügen meist im Pool ab. Schöner fanden wir den Strand vom Nachbarhotel “Royal“, welches ebenso zu den “Real Resorts” gehört, jedoch preislich noch eine Klasse höher angesiedelt ist.
Nach einer kleinen Stärkung besuchten wir auch dieses Hotel. Die Zimmer sind etwas größer und auch die Außenanlagen sind schöner gestaltet. Vom Publikum fanden wir es hier etwas ruhiger. Dann besuchten wir das Hotel “Shangri La“, das wir den Kunden, die nicht unbedingt auf All Inklusive stehen, gern empfehlen. Es ist eine sehr niedliche Anlage im Cabaña-Stil. 
Bunte, mit Palmenwedeln gedeckte Hütten bieten guten Komfort und Strandfeeling. Es gibt Häuschen direkt am Strand und andere mit Blick auf die wunderschöne Gartenanlage mit Pool. Die Terrassen sind mit Hängematten ausgestattet und der Strand ist fantastisch, auch wenn es manchmal etwas voller werden kann, da sich hier auch andere Urlauber und Einheimische aufhalten. Wir persönlich fanden dies jedoch als sehr angenehm und konnten neben Englisch auch etwas Spanisch vernehmen. Zum Dinner begaben wir uns dann in das zum Hotel gehörende italienische Restaurant. Essen und Service war wunderbar und gut gestärkt gingen wir dann auf die Shopping-Meile in der 5. Avenida. Hier kann man Kunsthandwerk “Artesanía” aus ganz Mexiko erwerben und wer vorher nicht die Chance hatte, das typische Mexiko zu bereisen, kann hier kräftig zuschlagen. Wir gaben uns dem Rummel ohne zu kaufen hin und ließen den Abend später an der Strandbar ausklingen.
Den nächsten Morgen begingen wir mit einem leckeren Frühstück. Das Buffet bot alles was das Herz begehrt und mit dem Taxi machten wir uns anschließend auf nach Cancún. Hier standen 2 Hotelbesichtigungen der Kette “Fiesta Americana” auf dem Programm. Zunächst hielten wir im neu eröffneten “Aqua Cancún“. Es ist ein sehr modernes Luxus Hotel der Extraklasse und der Begriff “Aqua” wurde hier konsequent umgesetzt. Mit Betreten der Eingangshalle eröffnet sich einem ein gigantischer Blick auf den türkisblauen Ozean und ein frischer Duft steigt in die Nase. 
Das Hotel besitzt acht Pools verschiedener Größe und Wassertemperatur. Alle sind mit Trinkwasser gefüllt und enthalten keine chemischen Zusätze. Die Wasserqualität wird durch darunter liegende, kontinuierlich filternde Aufbereitungsanlagen gewährleistet und man bekommt Lust sich abzukühlen. Auch der Spa-Bereich sowie die Restaurants sind wunderschön und klar eingerichtet. Beim Eintreten in die Zimmer erklingt Lounge Musik und man hat einen tollen Blick auf den Ozean. Insgesamt hat uns das Hotel sehr gut gefallen. Es ist etwas für Gäste mit gehobenen Ansprüchen.
Anschließend mussten wir zum “Fiesta Americana Grand Coral Beach” eilen. Wir machten eine schnelle Runde durch das Hotel. Ausnahmsweise mal kein All Inklusive. Die Zimmer waren okay, jedoch bedürfen die Lobby sowie die Restaurants einer Modernisierung. Der Strand ist gut und breit, denn hier wurden spezielle Anlagen errichtet, die der Erosion entgegen wirken. Nun war es höchste Zeit, zum Flughafen zu kommen. Unser Fahrer gab Gas und wir kamen noch pünktlich an. Wir hatten einen günstigen Flug bei “Alma” gebucht und landeten gegen 15 Uhr direkt in Querétaro.Von Mérida an die Karibikküste
5 Mai 2008
Am nächsten Morgen, dem 24. April, fuhren wir wieder an die Karibikküste. Auf dem Weg besuchten wir mit einer “Shared Tour” (Gruppenreise) das neue 7. Weltwunder, die archäologische Stätte von Chichén Itzá. Nach zirka 2 Stunden Fahrtzeit im klimatisierten Van kamen wir dort gegen Mittag an und das Gelände war schon voller Touristen. Im Gegensatz zu Uxmal und Kabah ist Chichén Itzá sehr überlaufen und man hört verschiedenste Sprachen, besonders amerikanisch. Es gab eine etwa zweistündige Führung mit einem englischsprachigen Guide über das Gelände.

Zum Schluss hatten wir noch eine Stunde für uns. Wir seilten uns von der Gruppe ab und besuchten das wunderschöne “Hacienda Chichén Resort“, das nur wenige Minuten Fußweges entfernt, am Ostausgang des Geländes liegt. Die Zimmer dieser Hacienda sind wunderbar und man genießt den Blick ins Grüne. Die Gäste können in einer Hängematte auf ihrer Terrasse oder am Pool faulenzen. Die Pyramide besucht man von hier aus am besten abends oder sehr früh am Morgen. Zu dieser Zeit kann man den Besuch ohne Touristenströme genießen.
Nach dem Besuch der Pyramide hätten wir die Möglichkeit gehabt, in einer Cenote, einem schachtartigen Kalksteinloch, das durch den Einsturz einer Höhle entstanden ist, Baden zu gehen. Wir entschieden uns aber für das Mittagessen in einem Restaurant, wo man uns absetzte. Leider wurden wir aber enttäuscht. Es gab ein für Hunderte von Touristen ausgelegtes Buffet und auch das Ambiente dieses Restaurants, der Service sowie die Qualität der Speisen ließen zu wünschen übrig. Das Kommen und Gehen von großen Touristengruppen bot wenig Entspannung. Nach dem Essen setzten wir unsere Fahrt nach Tulúm an die Karibikküste fort.

Der Transfer in der “Shared Tour” führte bis zum “Crucero” von Tulúm, eine Kreuzung der Hauptstraßen, und mit dem Taxi ging es dann weiter zu den Cabañas, die direkt an der Karibikküste liegen. Wir stiegen im Hotel “Los Lirios” direkt am türkisblauen Meer ab. Die gesamte Anlage mit den Cabañas am Strand ist von Palmen umringt und hat ein tolles Flair, jedoch sind die Zimmer für den Preis zu einfach ausgestattet. Der Besuch weiterer Cabaña-Anlagen in Tulúm am nächsten Tag zeigte jedoch das Preis-Leistungsverhältnis vor Ort.

Es gibt ganz tolle romantische Cabañas, wie z.B. das “Ana y José” oder das “Azulik” und das “Maya Tulum“, diese sind jedoch noch teurer. Auf der anderen Seite ist der Besuch von Tulúm einfach etwas ganz Besonderes. Es gibt keine Hotelburgen, der Strand ist traumhaft. Hier gibt es viele Individualreisende, zumeist aus Europa und es herrscht kein Massentourismus mit All-Inklusive-Mentalität. Das ist ein großer Vorteil gegenüber Cancún oder Playa del Carmen, nur ist der Preis für diese Idylle leider unverschämt hoch.
Yucatán
5 Mai 2008

Am 23. April verbrachten wir einen ganzen Tag in Mérida und Umgebung. Um 9 Uhr holte uns César, unserer Partner vor Ort, im Hotel ab. Mit ihm und dem Guide Hunbatz ging es nun auf Tour. Als erstes besuchten wir die alte Hacienda “Yaxcopoil“, die dem Besucher mit einem Museum offen steht. Zudem hat sie noch ein Zimmer für Gäste. Wir waren sehr gespannt, dass Zimmer zu sehen, vielleicht könnte es für unsere Kunden interessant sein. Das Zimmer hat ein uriges Ambiente und steckt voller Historie, jedoch wirkt es wie ein Museums-Objekt, was man sich lieber nur anschauen möchte. Wer es ganz abgeschieden mag und schon immer in einer fast original belassenen Hacienda schlafen wollte, ist hier wirklich gut aufgehoben und wer keine Luxus-Ansprüche an das Zimmer stellt, findet hier wirklich etwas Besonderes. Die gesamte Anlage der Hacienda ist sehr sehenswert und bietet zahlreiche schöne Foto-Motive.

Nach dem Besuch der Hacienda “Yaxcopoil” besuchten wir die unglaublich malerische Hacienda “Temozón“, die zur “Starwood Luxury Collection” gehört und heute als Hotel dient. Hier wurden wir sehr herzlich vom Verkaufsleiter begrüßt, der uns persönlich durch das Gelände führte. Besonders beeindruckend waren die Präsidentensuite und die Größe der Anlage. Ein Standard-Zimmer konnten wir uns leider nicht anschauen, da die Hacienda bereits ausgebucht war. Die Anlage ist voller Grün, liegt inmitten eines Maya-Dorfes und die Ruhe hier ist einfach unglaublich.

Besonders schön ist, dass auch hier die alten Elemente, wie z.B. eine Sisal-Produktinsanlage, erhalten geblieben sind und man das Gefühl hat, in alte Zeiten zurückversetzt zu sein. Das Personal ist hier überaus zuvorkommend, aufmerksam und diese Hacienda ist wirklich ein Ort der puren Entspannung. So haben wir uns auch den Spa-Bereich, u.a. gibt es Behandlungen in einer Cenote, angeschaut und waren begeistert von der Vielseitigkeit dieses Hotels.

Danach besuchten wir die archäologischen Stätten Kabah und Uxmal. Das Gelände von Kabah ist sehr klein und man ist fast allein dort, abgesehen von zahlreichen Geckos. Unser Guide Hunbatz führte uns durch die Stätte und erzählte uns viel über die Geschichte der Mayas. Den nächsten Stopp legten wir in Uxmal ein.

Uxmal ist größer und die „Pyramide des Zauberers“ beeindruckte uns sehr. Man sollte Uxmal bei einem Yucatán Besuch nicht auslassen, da dieser historische Ort einmalig ist und man nicht aufhören kann, zu fotografieren. Danach ging es in das Hotel “Misión Uxmal“, wo ein großes Mittags-Buffet auf uns wartete, das in der Tour nach Uxmal und Kabah inklusive ist.
Am späten Nachmittag reisten wir zurück nach Mérida und nutzten die Zeit für den Einkauf einer typischen yukatekischen Tracht – das weiße, kurzärmelige “huipil yucateco” mit wunderschönen Stickereien am Halsausschnitt. Es war sehr lustig, imTrachtenladen das Passende für uns zu finden.
Am Abend speisten wir im wunderbaren Restaurant „La Casa de Frida“. Neben der kleinen Karte mit leckeren Speisen genossen wir vor allem das einmalige Ambiente. Also: ein Besuch lohnt sich!
Schön war es auch, dass wir in dieser Nacht nicht das Hotel und die Stadt wechseln mussten, sondern eine weitere Nacht im gleichen Bettchen verbringen durften.
Von Chiapas nach Yucatán
23 Apr 2008
Da sind wir wieder!
Nach einer kurvenreichen Nachttour durch die Sierra kamen wir gegen 8:30 Uhr endlich in Tuxtla Gutiérrez an und wurden zum “Canyon del Sumidero” gebracht. In Schwimmwesten ging es hier, zusammen mit einem frisch vermählten Paar aus Italien, auf Bootsfahrt durch den beeindruckenden Canyon. Eine großartige Flora und Fauna erwarteten uns und nach zirka 45 Minuten Fahrt kamen wir zur höchsten Stelle des Canyons, bei der unser Boot zwischen über 1000 Meter hohen Felswänden hindurch fuhr.

Leider ist auch zu erwähnen, dass die unangenehmen Spuren der Zivilisation überall sichtbar sind. Besonders in der Regenzeit können Plastikflaschen und sonstiger Müll die Idylle empfindlich stören. Es gibt jedoch ein Projekt, dieses Problem zu beheben. Unser aufmerksamer Führer erspähte auch 2 Krokodile, die wir aus kurzer Entfernung begrüssen konnten. Nach etwa 2 Stunden Fahrt kamen wir wieder am Ableger an und fuhren über Chiapa de Corzo auf der Panamericana nach San Cristóbal de las Casas.

Die Stadt ist im eindrucksvollen Kolonialstil erbaut, sehr sauber und die Leute hier sind überaus freundlich. Leider sind Chiapas und Oaxaca die beiden ärmsten Bundesstaaten Mexikos. Bettelnde Kinder und stets wachsame Händler gehören hier zum Alltag. Besonders krass wurde uns die Kluft zwischen arm und reich auch in den Indigenadörfern Chamula und Zinacantán deutlich. Mit unserem Guide Jorge fuhren wir noch am selben Nachmittag dorthin. Zunächst kamen wir nach Chamula und kaum dass wir geparkt hatten, lief eine Horde süßer Mädchen mit bunten Armbändern auf uns zu. Entweder man kauft etwas oder lehnt strikt ab, denn sonst wird man die ganze Zeit von ihnen begleitet.
Die von Lädchen gesäumte Hauptstraße führt in die Dorfmitte. Hier befindet sich die Hauptattraktion, die Kirche des Schutzpatrons San Juan Chamula. Es ist strikt untersagt, in der Kirche zu fotografieren und auch die Dorfbewohner möchten nicht fotografiert werden. Überhaupt sollte man die indigenen Kommunen nur mit einem lokalen Führer besuchen, um nicht gegen bestimmte Verhaltensregeln und Bräuche zu verstoßen. Wir kauften uns eine Eitrittskarte im Tourismusbüro und als wir die Kirche betraten, leuchteten uns hunderte Kerzen entgegen. Auf dem mit Tannenzweigen ausgelegten Boden saßen alte und junge Frauen und Männer des Dorfes und lauschten den Ratschlägen ihres “Curanderos”. Curanderos sind die traditionellen Heiler, die bei allen Problemen aufgesucht werden. Die Bewohner Chamulas beten dann in der Kirche ihre Erdgeister und tierischen Schutzgeister an und bringen ihnen Opfergaben wie Eier, Hühner, Weihrauch oder Posh dar. Posh ist ein traditioneller, hochprozentiger Schnaps aus Zuckerrohr, der dazu beiträgt, sich in Trance zu versetzen und mit den Geistern Kontakt aufzunehmen. Leider wird dieses Ritual immer mehr vom Coca-Cola-Konsum verdrängt, denn die Chamula glauben, dass durch Rülpsen die bösen Geister den Körper verlassen und Krankheiten verschwinden.
Danach fuhren wir weiter nach Zinacantán. Hier werden sehr viele Blumen angepflanzt und exportiert, was dem Dorf einen finanziellen Vorteil gegenüber den Bewohnern von Chamula bringt. Dennoch ist die Armut zu spüren. Die Kirche des Dorfes ist voll von Blumen. Auch hier holt man vorher die Erlaubnis beim Tourismusbüro ein. Nach der Besichtigung der Kirche besichtigten wir das Haus einer Weberfamilie und sahen die Arbeit am Webstuhl. Es werden tolle Webwaren angeboten und man wird auch eingeladen, den einheimischen Schnaps zu probieren.
Dieser Besuch der beiden Dörfer hat uns sehr zum Nachdenken über die Frage angeregt, inwieweit man hier als Tourist überhaupt etwas zu suchen hat, da man in eine fremde Lebenswelt eindringt. Man wird zwar geduldet, aber nicht freudig erwartet, was man auch zu spüren bekommt. Wenn man die beiden Dörfer besuchen möchte, sollte man folgenden Verhaltenskodex beachten: kein Fotografieren in der Kirche, kein Fotografieren von Zeremonien und die Menschen immer freundlich fragen, ob man Fotos machen darf.

Wieder in San Cristóbal angekommen, gingen wir noch zu Fuss auf “Citytour”. Die Stadt ist sehr übersichtlich und besticht durch ihr besonderes Flair. Wunderschön ist der Markt, wo eine große Auswahl chiapanekischen Kunsthandwerks verkauft wird. In der Stadt findet man viele Restaurants, die allesamt gemütlich und urig mexikanisch sind. Wir folgten der freundlichen Einladung unseres Tour-Operators vor Ort und speisten im Restaurant “La Raíz”. Die Küche ist traditionell gemischt in einem stilvollen Ambiente.
Nach dem wundervollen Essen stiegen wir im Hotel “Casa Mexicana” ab, welches durch seinen schönen grünen Innenhof und die netten Zimmer überzeugt. Auch diese Nacht war kurz, denn um 7.30 Uhr wurden wir von unserem Fahrer Antonio über Agua Azul und Misol-Ha nach Palenque gefahren. Den ersten Stopp machten wir in Ocosingo. Hier gab es fuer uns ein “desayuno rústico”, ein eher einfaches Frühstück, aber mit leckerem Kaffee aus der Gegend.

Weiter ging es nach Agua Azul zu den bekannten Wasserfällen. Das Wasser ist je nach Jahreszeit grün oder eben richtig azurblau. Man ist die ganze Zeit mit fotografieren beschäftigt, da sich immer wieder neue, wunderschöne Perspektiven ergeben und die Stromschnellen einfach so lebendig sind. Gut durchgeschwitzt setzten wir unsere Tour zum Wasserfall Misol-Ha fort, der genauso schön und auch zum Baden geeignet ist. Gegen 15 Uhr kamen wir in Palenque an.

Mit unserem motivierten Führer Edgar durchstreiften wir die beeindruckende Anlage. Der umliegende Dschungel, Brüllaffen und ein tolles Licht erzeugten eine besondere Atmosphäre. Nach 2 h Rundgang wurden wir dann in das neu eröffnete Hotel “Villa Mercedes Palenque” gebracht.
Wir hatten ein traumhaftes Zimmer und kühlten uns erstmal im Pool ab. Zum Abendessen wurden wir von Edgar abgeholt, der uns zu Freunden einlud. Wir wurden gut “begrillt” und hatten einen lustigen Abend. Am Montag schliefen wir das erste Mal aus, frühstückten gut und dann begann der ungeplante Teil des Tages.

Da es nur noch zwei Nachtbusse nach Campeche gab, fuhren wir mit dem “Colectivo” (Sammeltaxi) bis zu einem Autobahnkreuz. Am sogenannten “Crucero de Playas” sollten angeblich stündlich Busse nach Campeche halten. Dort angekommen mussten wir erstmal vor der Sonne flüchten und der einzig schattige Platz war der Taxistand, an dem sich mehrere neugierig blickende Taxifahrer aufhielten. Von jedem bekamen wir dann eine andere Uhrzeit für den Bus nach Campeche genannt, bis uns zum Schluss der Ticketverkäufer persönlich mitteilte, dass des nächste Bus gegen 17 Uhr aufkreuzen würde. Uppss! 40 Grad im Schatten und die Aussicht auf fünf nervige Stunden Wartezeit an einer staubigen Straße versetzten uns nicht gerade in Jubelstimmung und nach einigen geleerten Wasserflaschen gelang es uns, ein Auto anzuhalten, welches uns nach Campeche mitnahm. Gut durchgeschwitzt kamen wir gegen halb sieben abends in Campeche an. Hier dann das Kontrastprogramm pur.

Wir waren eingeladen, die Nacht auf der unbeschreiblich schönen “Hacienda Puerta Campeche” zu verbringen und die Ankunft in unser Suite entschädigte uns für den nervigen Tag. Persönlich begleitete man uns in unser Zimmer, wobei es gleich noch eine kleine Führung durch das Hotel gab. Besonders schön ist der begrünte Innenhof mit dem verwinkelten Pool, wo noch die alten Grundmauern der Hacienda zu sehen sind. Im Zimmer angekommen, wurden wir von Klassikmusik begrüsst und uns ueberwältigten wieder einmal Details und Stil. Das Dinner nahmen wir auf der Terasse des Hotels ein.

Hier erwartete uns ein fantastischer Ausblick auf die angestrahlte “Puerta de Tierra” und das Dinner und der Service waren vorzüglich. Sehr zufrieden und gesättigt unternahmen wir noch einen kleinen Nachtspaziergang durch die Stadt. Es waren kaum Autos und Menschen auf der Straße und die Stadt wirkte fast verlassen und sehr friedlich.

Am nächsten Morgen gab es ein sehr gutes Frühstück im Innenhof mit Bick auf den Pool. Diesen wollten wir dann auch gleich genießen. Wir schöpften unseren Aufenthalt bis zur letzten Minute aus. Nach dem Check-out besuchten wir noch das Hotel “America Campeche“, ein einfaches Hotel mit schönem Ambiente und das Hotel “Ocean View” direkt am Malecón. Zudem hatten wir so auch die Moeglichkeit, Campeche bei Tag zu sehen. Die Häuser sind alle farbig gestrichen und leuchten wunderschön in der Sonne.

Um zwei fuhren wir mit der 1-Klasse-Busgesellschaft ADO weiter nach Mérida. Hier kamen wir gegen 16.30 Uhr an und unser Guide Cesar holte uns direkt am Busbahnhof ab. Er brachte uns zum Hotel “Casa del Balam” und wir planten kurz unsere Tour für den nächsten Tag. Danach unternahmen wir eine kleine Shopping Tour. Wir handelten mit den Hängemattenverkäufern - lassen Sie sich nicht bei den Preisen übers Ohr hauen, handeln ist immer angesagt nur leider werden manche Verkäufer agressiv, wenn man den Laden, ohne zu kaufen, wieder verlässt, aber man sollte nur dort kaufen, wo man sich sicher ist! Anschließend schlichen wir über den abendlich beleuchteten Zócalo bis wir im Restaurant “Amaro” landeten. Hier trafen wir auf zahlreiche weitere Touristen. Es gab Live-Musik und einen schönen Innenhof mit toller Stimmung, was sich jedoch auch bei den Preisen bemerkbar machte. Müde von der Reise ging es zurück in das wunderschöne Kolonialhotel “Casa del Balam”, wo wir noch ein wenig die Beine im Pool baumeln und den Tag Revue passieren ließen.
Farbenfrohes Oaxaca
20 Apr 2008

Es war ein wunderschöner Tag in Oaxaca (18. April). Um 9.00 Uhr holte uns unser Guide Eric im Hotel ab und wir besuchten mit ihm die südlich von der Stadt gelegenen Indigena-Dörfer. 

Wir besuchten das Dorf mit den bekannten Töpferwaren “Barro Negro” und danach ein Weberdorf sowie zahlreiche Märkte. Oaxaca und seine wunderschöne Umgebung eignen sich hervorragend zum Erwerb kunstvoller Artesanía.


Im Anschluss besuchten wir die einzigartige Hacienda “Los Laureles” in Oaxaca. Besonders beeindruckt haben uns die Weitläufigkeit der Anlage und der üppig bewachsene Garten. In Oaxaca sind die Hotels im allgemeinen wunderschön und man kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus. Alle Häuser haben Ihren besonderen Stil und sind liebevoll dekoriert.
Nach dem erlebnissreichen Tag speisten wir mit unserem Guide Eric noch in unserem geliebten Restaurant “Biznaga”. Hier kann man Mole essen, welche hier in sehr ausgefallenen Geschmacksrichtungen angeboten wird z.B. mit Bananen-oder Brombeeraroma. Nach dem leckeren Mal mussten wir leider schon zum Busbahnhof und reisten mit dem Nachtbus weiter nach Tuxtla Gutiérrez.
Von der “Tianguis Turístico” in Acapulco nach Oaxaca
18 Apr 2008
Hola amigos,


da sind wir wieder. Am Sonntag, den 13. April trafen wir in Acapulco ein, wo vom 14. - 16. April die “Tianguis Turístico“, Mexikos größte Tourismusmesse, statt fand.


Unser Terminplan war reichlich gefüllt und jeden Tag gab es interessante Gespräche mit Vertretern verschiedener Hotels und Touren-Veranstaltern. Wir freuen uns jetzt schon auf die Umsetzung der gesammelten Ideen und darauf, unsere Kunden mit vielen Insidertipps zu begeistern.


Die Messe fand dieses Jahr zum 33. Mal in Acapulco statt und es gab natürlich auch nach den Terminen etwas Zeit, sich am Strand zu entspannen oder die Parties danach zu besuchen. Gestern Abend kehrten wir dann nach einigen Hotelbesichtigungen nach Mexico-City zurück .


Viel zu spät im Bett und nach 3 Stunden Schlaf fuhren wir dann heute um 8:30 Uhr nach Oaxaca. Für mich ist es nun das dritte Mal hier und für die ca. 7-stündige Fahrt wird man reichlich entlohnt. Die Satdt ist einfach unbeschreiblich schön und vermittelt eine ganz besondere Atmosphäre. Ganz besonders glücklich sind wir über die nette Einladung des Hotels “Casa Catrina“, in dem wir heute übernachten werden. Das Hotel besitzt nur sechs Zimmer die alle wundervoll mexikanisch und sehr stilvoll eingerichtet sind. Eine süße Terasse gehört zu unserer Suite, auf der wir gleich den Abend ausklingen lassen werden.
Bis bald | Hasta luego | Ireen
Wir sind da!
13 Apr 2008
Nach einem sehr langen Flug über New York kamen wir mit 2,5 h Verspätung nun letztendlich am Samstag früh um 1.30 Uhr in Mexico City an. Unsere Freunde Pepe und Alejandro warteten schon auf uns und brachten uns in unser Hotel “Century” in der Zona Rosa. Noch völlig geschafft von der Reise ließen wir es uns aber nicht nehmen, noch einmal in eine typische Cantina zu gehen. Von der Zona Rosa ging es zum Zócalo, der zu dieser frühen Stunde sehr verlassen wirkte. In der Cantina nahe des Zócalos gab es erst einmal die für Mexiko so typischen “Quesadillas” (mit Kaese gefuellte Tortillas). Das Gefühl, wieder in “México lindo” zu sein, war herrlich.
Am Samstag, dem 12.04. begann der Tag sehr früh. Anna, unsere Grafikerin, begleitet uns auf unserer Reise und Sie durfte sich, nach einem leckeren Frühstück im Hotel, auf eine geführte Tour zu den Pyramiden von Teotihuacán begeben. Wir traffen uns mit Gabriel, unserem Guide in Mexico City und fuhren diverse Hotels an. Besonders beeindruckend waren das “Camino Real” am Chapultepec-Park, ein sehr modernes, kunstvoll eingerichtetes 5-Sterne-Hotel und das “Casa Vieja” in Polanco. Das “Casa Vieja” ist ein Boutique Hotel der besonderen Klasse. Es hat 12 Suiten, mit den klangvollen Namen berühmter mexikanischer Persönlichkeiten wie z.B. Frida Kahlo oder Diego Riviera. In jeder Suite lassen sich liebervolle Details entdecken. Wacht man in einer dieser Suiten auf, kann man sich sicher sein, in Mexiko zu sein. Dieses Hotel ist voller Charme, besticht mit seinen freundlichen Farben und dem wundervollen mexikanischen Kunsthandwerk.
Am Abend traffen wir Anna wieder, die den Aufstieg auf die Sonnenpyramide sehr genossen hat. Mit unseren Freunden aus Mexico-City ging es dann in den Stadteil La Condesa. Hier waren wir in einer kleinen Cantina und es gab Palomos (Tequila mit Grapefruitsaft) und auch ein Cantina-Sänger durfte an unserem Tisch nicht fehlen. Diese singen die typischen mexikanischen Schunkler und alle Besucher der Cantina unterstützen ihn dabei kräftig mit ihrer Stimme. Danach ging es auf eine Salsa - Party in den Club “Pata Negra”. Besonders gut ist die Liveband, die den ganzen Club bis spät in die Nacht zum Tanzen bringt.
Hasta luego! Marlen & Ireenn
Mit freundlicher Genehmigung von Marlen und Ireen. Besuchen Sie auch mal die Webseite:
Mexico Mio